Sich ins rechte Licht rücken – PR-Expertin gab Handwerkern Tipps zur Selbstvermarktung

Forchheim – “Warten Sie darauf, entdeckt zu werden oder wie stellen Sie sich selbst ins rechte Licht?” Unter dieser Überschrift stand ein Vortrag, zu dem die Kreishandwerker Forchheim und die Handwerkskammer für Oberfranken ins Haus des Handwerks eingeladen haben.

“Klappern gehört bekanntlich zum Handwerk dazu”, so die Public-Relations-Beraterin und Trainerin Hildegund Wölfel, die dabei am Podium stand. Wichtig sei eine erfolgreiche “Selbst-PR”, so Wölfel. Man müsse die eigenen Stärken und Schwächen kennen und analysieren. Zudem sei die persönliche Kompetenz heute genauso wichtig wie die fachliche Kompetenz. Genauso wie die eigenen Ziele zu erkennen.

Unumgänglich für einen erfolgreichen Handwerksbetrieb sei, sich “Netzwerke” aufzubauen. Aber auch, die eigene Persönlichkeit gelte es weiter zu entwickeln, so die Trainerin. Dabei gab sie den über 100 Zuhörern einige konkrete Ratschläge mit: “Strahlen sie Ruhe und Gelassenheit aus, suchen sie den Kontakt zu anderen Menschen und stärken sie ihre Sozialkompetenz, arbeiten sie an ihrer Körpersprache und Stimme”, so die Referentin.

Aktiv und zeitnah müssten die Probleme angegangen werden. “Jeder macht Fehler; es ist nur die Frage, wie man damit umgeht.” Man müsse daraus lernen und immer hinterfragen: “Was ist das Gute am Schlechten?”. Generell gehe es darum, lösungsorientierte Fragen zu stellen.

Gutes Benehmen ist wichtig

Zum Schluss ihres Vortrages gab die Referentin den Zuhörern noch einige Grundsätze mit auf den Nachhauseweg. “Für den ersten Eindruck gäbe es keine zweite Chance”, oder der “letzte Eindruck entscheid, ob der Kunde wiederkomme”. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stehe für die Kunden erst an dritter Stelle. Vorher kommen “Schnelligkeit und Pünktlichkeit” sowie “gutes Benehmen und richtiger Umgang” mit dem Kunden. Die fachliche Kompetenz stünde an vierter Stelle. Auch zum Thema “Beschwerdemanagemen” nahm Sie kurz Stellung. “Machen Sie aus der Reklamation eine Reklame-Aktion” riet sie.

Kreishandwerksmeister Werner Oppel dankte der Referentin für ihre Ausführungen. Diese Fortbildungsveranstaltung – bei der auch zahlreiche junge Handwerker anwesend waren – zeigte einmal mehr, dass das Handwerk an seinem Image arbeite. Auch er hatte abschließend noch einen flotten aber durchaus zutreffenden Spruch auf den Lippen: “Nach der Optik wirst du empfangen, nach dem Verstand wirst du entlassen.”

Quelle: Nordbayerische Nachrichten, 25.02.2011