Autorenarchive: Hildegund Wölfel

Wertvolle Zeit

Stell dir eine Bank vor, die dir jeden Morgen 86.400.- Euro auf dein Konto überweist und die jeden Abend das Geld wieder zurücknimmt, das du nicht verbraucht hast. Was würdest du mit dem Geld machen?

Selbstverständlich so viel wie möglich verbrauchen!

Im Grunde hast du eine solche Bank. Man nennt sie Zeit. Jeden neuen Morgen bekommst du 86.400 Sekunden, die du genauso verwenden kannst, wie du willst. Jeden Abend ist die verschwendete Zeit für immer weg. Es gibt keine Möglichkeit, einen Kredit aufzunehmen, es gibt keine Möglichkeit, Zeit für die Zukunft aufzusparen.
Verwende darum deine Zeit so klug wie möglich. Gestalte den Tag so, dass er es wert ist, dass man sich daran erinnert.

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Um den Wert eines Monats zu verstehen,
frage eine Mutter, deren Kind zu früh geboren wurde.
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Um den Wert eines Tages zu verstehen,
frage jemand, der noch einen Tag Urlaub hat.
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Um den Wert einer Stunde zu verstehen,
frage zwei Frischverliebte, die darauf warten, sich treffen zu können.
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Um den Wert einer Minute zu verstehen,
frage einen, der gerade den Zug verpasst hat.
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Um den Wert einer Sekunde zu verstehen,
frage denjenigen, der gerade knapp einem Autounfall entgangen ist.
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Um den Wert einer Millisekunde zu verstehen,
frage den 100-Meter-Läufer, der die Silbermedaille bekommen hat.
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Achte auf jeden einzelnen Augenblick!

Quelle: unbekannt

Hagel-Äpfel

Jim Youngs Ziel war es, Äpfel zu verkaufen. Er war stolz auf seine glänzenden, festen, saftigen Äpfel. Er baute ein gut gehendes Versandgeschäft auf, und seine Kunden wussten, dass sie jedes Jahr die gleiche Qualität erwarten konnten.

In einem Jahr gab es nun kurz vor der Ernte ein schweres Unwetter. Die Schalen fast aller Äpfel trugen Flecken vom Hagelschlag davon. Da stand Jim nun mit Tausenden von Bestellungen und Rechnungen. Wenn er diese Äpfel verschickte, würde er Tausende von unzufriedenen Kunden und ein ruiniertes Geschäft haben. Wie konnte er diesen Nachteil in einen Vorteil für sich verwandeln?

Er wusste, dass die Äpfel von erstklassiger Qualität waren. Er wusste, dass sie nur äußerlich Schaden gelitten hatten. Ihr Geschmack war sogar noch besser als sonst, weil kaltes Wetter während der Reifezeit das Aroma verbessert hatte.

Seine Entscheidung: Die Bestellungen auszuführen, aber in jeden Karton steckte er folgende Karte:
„Liebe Kunden, bitte achten Sie auf die Hagelflecken, die auf der Schale einiger Äpfel kleine Schönheitsfehler verursacht haben. Sie beweisen, dass diese Äpfel hoch in den Bergen gewachsen sind, wo Unwetter mit ihren plötzlichen Kälteeinbrüchen dazu beitragen, dass das Fruchtfleisch fest wird und sich natürlicher Fruchtzucker entwickelt, was diesen Äpfeln ihr unvergleichliches Aroma verleiht.“

Nicht eine der Sendungen wurde zurückgeschickt. Der Witz bei dieser Sache: Im folgenden Jahr erhielt Jim Bestellungen für „Äpfel mit Hagelflecken, falls erhältlich. Andernfalls schicken Sie die normalen …“

Die Moral: Stellen Sie den vermeintlichen Nachteil in den Vordergrund!

Aus „Kommunikation für Könner“, von Vera F. Birkenbihl

Der dumme Junge

Ein kleiner Junge schlendert an einem Frisörladen vorbei. Als der Inhaber ihn sieht, flüstert er zu seinem Kunden: „Das da ist das dümmste Kind der Stadt. Warten Sie, ich beweise es Ihnen.“

Er ruft den Jungen zu sich heran, nimmt einen Fünf-Euro-Schein in die eine Hand und zwei Eurostücke in die andere und hält die Hände offen vor sich hin. Dann fragt er das Kind: „Na, Junge, welche Hand möchtest du nehmen? Such dir eine aus!“

Freudig nimmt der Junge die beiden Münzen und geht weiter.

Der Frisör schüttelt den Kopf, dreht sich zu seinem Kunden und sagt: „Habe ich es nicht gesagt? Der Bengel begreift es einfach nicht.“

Nachdem der Kunde fertig frisiert ist, verlässt er den Laden. Draußen sieht er den Jungen vor einer Eisdiele sitzen. Er läuft hinüber und fragt ihn neugierig: „Sag mal Kleiner, warum nimmst du denn lieber die zwei Euro, anstatt die fünf Euro?“

Der Junge leckt zufrieden an seinem Eis und erklärt: „Naja, an dem Tag, an dem ich die fünf Euro nehme, ist das Spiel ja vorbei.“

Quelle: unbekannt

Man sollte eben niemand unterschätzen :). Ihre Hildegund Wölfel